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Wohn-Riester-Darlehen

Wohn-Riester-DarlehenWenn Sie den Kauf einer Immobilie oder den Hausbau mit einem Wohn-Riester-Darlehen finanzieren, zahlen Sie nicht nur weniger Zinsen, sondern können durch staatliche Zulagen und Steuervorteile gleich mehrere tausend Euro einsparen. Die Zulagen gibt es für alle Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Ehepaare benötigen allerdings zwei Darlehen, um die Förderung auszuschöpfen.

Der Staat fördert mit der Eigenheimrente, dem sogenannten „Wohn-Riester“, Immobilienbesitz als Altersvorsorge. Selbst genutztes Wohneigentum soll somit einen Anreiz für eine zusätzliche private Altersvorsorge schaffen. Gefördert wird jedoch ausschließlich der vom Eigentümer selbst genutzte Wohnraum in Deutschland, nicht das als Altersruhesitz genutzte Ferienhaus in Spanien oder einem anderen Land.

So funktioniert Wohn-Riester

Um das Wohn-Riester-Darlehen in Anspruch zu nehmen, müssen Sie vorab nicht erst einen Riester-Vertrag abschließen. Wenn Sie jedoch schon seit längerer Zeit in einen Riester-Vertrag einzahlen, können Sie bis zu hundert Prozent der angesparten Summe für den Immobilienkauf oder Hausbau entnehmen. Von Vorteil dabei ist, dass seit Inkrafttreten des Eigenheimrentengesetzes keine Pflicht zur Rückzahlung mehr besteht. Allerdings muss der Wohnungskauf oder Hausbau innerhalb von einem Jahr nach Auszahlung des Geldes erfolgen.

Gut zu wissen: Sie können das Geld aus dem Riester-Rentenvertrag auch für die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie verwenden.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie Ihre Immobilie vor dem 1. Januar 2008 gekauft oder gebaut haben, sind vom Wohn-Riester-Darlehen ausgeschlossen.

Varianten der Wohn-Riester-Darlehen

Ein Wohn-Riester-Darlehen wird entweder als normaler Kredit von Banken oder als Kombikredit von Bausparkassen (Kredit plus Bausparvertrag) angeboten. Finanztest der Stiftung Warentest hat beide Kreditvarianten verglichen und kam zu dem Ergebnis, dass die Angebote der Bausparkassen weitaus günstiger sind als vergleichbare Bankdarlehen. Der Nachteil ist, dass sie als Kreditnehmer bis zu 28 Prozent des Kaufpreises aus eigener Tasche zahlen müssen. Um einen Kombikredit zu Topkonditionen zu bekommen, ist sogar ein Eigenkapital von 25 bis 40 Prozent des Kaufpreises notwendig.

Tipp: Der Riester-Kredit sollte nicht höher als ein normaler Bankkredit sein, denn ansonsten geht die Förderung für die höheren Zinsen drauf.

Zuschüsse für Riester-Darlehen

Zuschüsse zum Wohn-RiesterFür die Tilgung des Darlehens zahlt Ihnen der Staat jährlich 154 Euro Grundzulage plus 185 Euro für jedes Kind bzw. 300 Euro, wenn Ihre Kinder 2008 oder später geboren wurden. Als Kreditnehmer müssen Sie dafür jedoch mindestens vier Prozent Ihres Jahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen in die Tilgung stecken. Davon können Sie bis zu 2.100 Euro (als Ehepaar 4.200 Euro) als Sonderausgabe bei der Steuer geltend machen. Bei einem Steuersatz von 35 Prozent hätten Sie so eine Ersparnis von bis zu 735 Euro (als Ehepaar bis zu 1.470 Euro) im Jahr.

Tipp: Wenn Sie erst noch einen Vertrag zur Riester Rente abschließen müssen, sollten Sie unseren Vergleich nutzen.

Bitte beachten Sie: Die geförderten Beträge werden auf einem Wohnförderkonto erfasst und mit zwei Prozent verzinst. Sobald Sie ins Rentenalter kommen müssen Sie das Konto versteuern. Dabei können Sie zwischen zwei Varianten wählen: entweder zahlen Sie die Steuern gleich bei Rentenbeginn in einem Betrag und haben so eine Ersparnis von 30 Prozent oder Sie zahlen die Steuern in jährlichen Raten bis zu Ihrem 85. Lebensjahr.

Weiterführendes

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten Einblick in das Thema „Wohn-Riester“ geben konnten. Da das Thema insgesamt aber sehr komplex ist, möchten wir Ihnen auch diesen Artikel von Stiftung Warentest ans Herz legen. Sehr hilfreich ist auch diese FAQ vom Deutschen Rentenversicherungsbund – leider aber nicht sehr übersichtlich.