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Wohnungsbauförderung – profitieren Sie von einer staatlichen Förderung

Wohnungsbauförderung - profitieren Sie von einer staatlichen Förderung

Bei der Wohnungsbauförderung handelt es sich um eines der verschiedenen Förderprogramme des Staates, welches auf das Wohnungsbauförderungsgesetz (WoFG) zurückgeht und durch die Wohnungsbauförderungsanstalt verwaltet wird. Diese Wohnungsbau Förderung richtet sich insbesondere an

  • Familie mit Kind
  • Alleinerziehende mit Kind
  • Familien oder Alleinerziehende mit behindertem Familienmitglied

und unterstützt diese beim Kauf, beim Bau und auch bei der Modernisierung von einem Haus oder einer Wohnung zur privaten Nutzung. Allerdings gibt es nicht überall in Deutschland die gleiche Förderung beim Wohnungsbau, denn jedes Bundesland bestimmt selbst, was genau gefördert wird und wie hoch die staatliche Förderung ausfällt. Deshalb spielt es auch durchaus eine Rolle, ob Sie nun beispielsweise in Schleswig Holstein, Niedersachsen, Hessen, Thüringen, Brandenburg, Sachsen oder Rheinland Pfalz wohnen. Dagegen ist es jedoch unwichtig, ob Sie nun in einer Großstadtmetropole wie München, Frankfurt, Berlin oder Hamburg leben, oder ob Sie Ihr Eigenheim auf dem Land beziehen möchten.

Das Wohnungsbauförderungsgesetz – was genau ist das eigentlich?

Das Wohnungsbauförderungsgesetz - was genau ist das eigentlich?

Ziel der Wohnungsbau Förderung ist es, sowohl den Erwerb einer bestehenden Immobilie als auch den Bau eines neuen Hauses durch passende Förderprogramme zu subventionieren. Doch auch für den Rückbau bestehender Barrieren bis hin zu einer barrierefreien Immobilie und auch für energetische Sanierungen und Modernisierungen halten die Bundesländer einen geeigneten Förderkredit bereit. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine sogenannte KfW Wohnungsbauförderung, da die Länder eng mit der KfW Bank zusammenarbeiten, um eine solche KfW Förderung zu realisieren, für den die KfW vom Staat jedes Jahr eine gewisse Summe zur Verfügung gestellt bekommt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Immobilie privat genutzt wird. Eine solche Förderung vom Staat verspricht Ihnen besonders zinsgünstige Kredite, Baudarlehen und sogar eine Bürgschaft. Durch eine öffentliche Wohnungsbauförderung soll vor allem eine Reduzierung des Energieverbrauchs erreicht werden.

Voraussetzungen für eine Förderung Eigentumswohnung

Damit Sie eine Förderung Eigentumswohnung bewilligt bekommen, müssen Sie zunächst diverse Voraussetzungen und Bedingungen erfüllen, welche die Wohnungsbauförderungsanstalt an die Vergabe entsprechender Förderprogramme geknüpft hat.

So wird beispielsweise eine Familie mit Kind mit einer Förderung beim Wohnungsbau finanziell unterstützt, genauso wie Haushalte, in denen schwerbehinderte Menschen leben. Darüber hinaus gibt es häufig auch Obergrenzen beim Haushaltseinkommen, die nicht überschritten werden sollten. Diese Einkommensgrenzen können je nach Bundesland völlig unterschiedlich ausfallen, wobei jedes Land aber auch befugt ist, von Fall zu Fall individuell zu entscheiden und unter Umständen auch bei einem etwas höheren Einkommen doch noch ein Auge zuzudrücken.

In der Regel müssen Sie darüber hinaus ein gewisses Eigenkapital zum Eigenheim beisteuern, wenn Sie von einem Förderkredit profitieren möchten. Zudem müssen Sie Ihren Antrag stellen, noch bevor Sie einen Kaufvertrag unterzeichnet haben oder die Baumaßnahmen beginnen.

Bundesland Hinweise
Wohnungsbauförderung in NRW Wenn Sie in Nordrhein-Westfalen leben, wie zum Beispiel in Köln oder Düsseldorf, dann stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten für eine öffentliche Wohnungsbauförderung zur Verfügung. Um eine Wohnungsbauförderung in NRW zu beantragen, müssen Sie sich direkt an die NRW-Bank wenden. Drei der wichtigsten Förderungen in NRW sind:

  1. Neubau oder Erstkauf einer selbst genutzten Immobilie
  2. die Selbstnutzung einer bereits bestehenden Immobilie
  3. die Selbstnutzung einer Immobilie durch Menschen mit einer Behinderung

Die Einkommensgrenze liegt bei einem 1-Personen-Haushalt bei 18.010 Euro, bei einem 2-Personen-Haushalt hingegen bei 21.710 Euro, also 3.700 Euro höher. Für jede weitere Person im gleichen Haushalt erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 4.980 Euro und für jedes Kind um 640 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass im Haushalt mindestens eine volljährige Person sowie ein Kind oder eine behinderte Person mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent leben. Die staatliche Förderung kommt somit also auch einem 1-Personen-Haushalt zu Gute, wenn Sie zu mindestens 50 Prozent behindert und volljährig sind.

Wohnungsbauförderung in Bayern Wenn Sie eine Wohnungsbauförderung in Bayern beantragen möchten, dann müssen Sie Ihren Antrag auf Förderung vom Staat bei der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt einreichen. In Bayern hat eine Wohnungsbau Förderung das Ziel, dass auch nicht ganz so wohlhabende Menschen sich den Wunsch von einem Eigenheim erfüllen können. Im Vergleich zu NRW wird in Bayern jedoch nicht nur der Bau oder der Ersterwerb einer Immobilie gefördert, sondern auch, wenn es sich bei einer bereits bestehenden Immobilie um den Zweiterwerb handelt. Dies gilt sowohl für Ein- als auch für Zweifamilienhäuser, aber auch für Eigentumswohnungen. Handelt es sich um eine Familie mit Kind, dann bekommen Sie sogar nicht nur ein besonders zinsgünstiges Darlehen in Höhe von bis zu 150.000 Euro vom Staat, sondern auch noch einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro je Kind.
Wohnungsbauförderung in Schleswig Holstein In Schleswig-Holstein kümmert sich die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) um die Bearbeitung der Förderanträge. Die IB.SH fördert sowohl Privatpersonen als auch soziale Wohnbauprojekte, bei denen Privathaushalte mit Kind oder schwerbehindertem Angehörigen finanziell unterstützt werden. Allerdings dürfen auch hier bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden und es muss eine gewisse Eigenleistung erbracht werden.
Wohnungsbauförderung in Niedersachsen In Niedersachsen können Sie einen Antrag auf Wohnungsbau Förderung bei der NBank stellen, wenn

  1. in Ihrem Haushalt mindestens zwei Kinder leben, oder
  2. in Ihrem Haushalt eine Person mit Behinderung lebt, oder
  3. Sie Ihr Wohneigentum energetisch modernisieren möchten.

Bei den Punkten 1 und 2 können Sie sich über ein Darlehen freuen, welches in den ersten zehn Jahren zinslos bleibt, doch auch ab dem elften Jahr kommen nur sehr niedrige Zinsen auf Sie zu. Die Höhe des Darlehens richtet sich nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Kinder beziehungsweise der im Haushalt lebenden Menschen mit Behinderung. Möchten Sie Ihre Immobilie jedoch energetisch modernisieren, dann ist die Förderung auf maximal 65 Prozent der Gesamtkosten begrenzt.

Einige Städte in Niedersachsen halten sogar noch weitere Förderungen bereit, von denen Sie jederzeit zusätzlich profitieren. Dies ist zum Beispiel in Hannover der Fall, aber auch in Wolfsburg.

Fördermittel richtig beantragen – darauf sollten Sie achten

Ob Sie nun in Hessen, Bayern, Berlin oder einem anderen Bundesland leben, spielt generell keine Rolle, denn eine Wohnungsbau Förderung können Sie jederzeit überall in Deutschland beantragen. Lediglich der Umfang und die Art der Förderung machen je nach Bundesland einen teils großen Unterschied.

Wenn Sie einen Antrag auf Fördergelder vom Staat einreichen möchten, dann sollten Sie wissen, dass die Fördergelder vom Staat bereitgestellt werden. Allerdings gibt es jedes Jahr nur eine bestimmte Summe, die in einen Fördertopf gelegt wird. Jedes Bundesland bekommt hiervon einen unterschiedlichen Betrag. Sobald die Fördergelder für das aktuelle Jahr aufgebraucht sind, haben Sie keine Aussicht mehr auf einen Förderkredit. Deshalb sollten Sie Ihren Antrag idealerweise immer frühzeitig stellen.

In jedem Fall sollten Sie aber Ihren Antrag stellen, noch bevor Sie einen Kaufvertrag unterzeichnet haben oder der Bau einer neuen Immobilie bereits begonnen hat, denn es gibt kein Recht auf staatliche Fördergelder. Kümmern Sie sich deshalb vor der Beantragung einer Finanzierung immer erst um den Förderantrag.