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Bereitstellungsprovision – was ist das?

Bereitstellungsprovision - was ist das?Immer wieder begegnet man, wenn es um das Thema Baufinanzierung geht, dem Begriff Bereitstellungsprovision beziehungsweise Bereitstellungszinsen. Vielen Verbrauchern ist allerdings nicht so richtig bewusst, was es mit dieser Provision eigentlich auf sich hat und um was für eine Art Bereitstellung es überhaupt geht. Dies ist allerdings im Grunde recht schnell erklärt. Die Bereitstellungszinsen bezeichnen eine Bearbeitungsgebühr, genauer eine Entschädigung, welche Sie als Kreditnehmer an den Kreditgeber zahlen müssen, sollten Sie den ursprünglich vereinbarten Kreditbetrag bis zu einem bestimmten Datum noch nicht in Anspruch genommen haben. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Kreditnehmer ein Zinstief für die Aufnahme eines Immobilienkredites nutzen möchten, den Immobilienkauf aber erst zu einem späteren Zeitpunkt planen.

Kulanz bei Vertragsbeginn

Kulanz bei VertragsbeginnNormalerweise ist es so, dass die Banken, ob nun beispielsweise Deutsche Bank, Volksbank oder eine andere Bank, während der ersten ein bis drei Monate nach der endgültigen Kreditzusage auf die Berechnung einer solchen Gebühr für die Bereitstellung einer Finanzierung verzichten. Es gibt aber auch einige Banken und Kreditinstitute, die generell auch einen längeren Zeitraum ermöglichen. Allerdings ist es in solchen Fällen in der Regel häufig so, dass für diesen Extraservice bereits von Anfang an die entsprechenden Gebühren, welche für die Bereitstellung eines Kredites anfallen, in die insgesamt anfallenden Kreditgebühren mit eingerechnet werden.

Die Höhe der Bereitstellungszinsen liegt für gewöhnlich bei 0,25 Prozent. Man kann also im Grunde sagen, es handelt sich bei der Bereitstellungsprovision um so etwas wie eine Rückerstattung der Kosten, welche dem Kreditgeber für die Bereitstellung der Kreditsumme entstehen. Diese Provision wird für jeden Monat berechnet, den der Kredit nicht in Anspruch genommen wird. Dabei spielt es am Ende keine Rolle, ob es sich etwa um einen Autokredit handelt oder um eine Baufinanzierung.

Gemäß der Preisangabenverordnung sind die Banken und Kreditgeber nicht verpflichtet, bei der Berechnung der Bereitstellungsprovision den Effektivzinssatz zu berücksichtigen. Dies wäre ohnehin nicht exakt möglich, da zum Beispiel bei einem Darlehensvertrag für eine Baufinanzierung niemand bereits am Tag der Unterzeichnung des Kreditvertrages vorhersagen kann, wann genau das Anforderungsprofil erreicht ist und somit die Auszahlung der Kreditsumme tatsächlich erfolgen wird. Gerade im Fall einer Baufinanzierung kann dies allerdings auch schnell dazu führen, dass die Bereitstellungszinsen den Kredit wesentlich teurer werden lassen, als es im Vorfeld geplant war. Deshalb sollten Bauherren diese Provision ebenso wie die Bauzeitzinsen im Idealfall bereits von Anfang an bei der Kalkulation der Kosten mit einplanen.

Gerade in einem solchen Fall ist es nämlich für gewöhnlich so, dass der beantragte Kredit nicht sofort in einem Betrag ausgezahlt wird, sondern je nach erreichtem Stand der Baumaßnahmen und dann auch nur in entsprechenden Teilbeträgen. Dabei ist es völlig unerheblich, welche Gründe eine Verzögerung der Kreditvalutierung verursacht haben, denn eine Berechnung einer Bereitstellungsprovision erfolgt in jedem Fall. Dies kann beispielsweise auch dann der Fall sein, wenn Sie eine Auszahlung weiterer Kreditmittel erbitten, der Kreditgeber allerdings zurzeit keine Auszahlung vornehmen kann, da die Voraussetzungen für eine Auszahlung noch nicht vollständig erfüllt sind. So kann es etwa sein, dass beispielsweise eine Auszahlung eines Teilbetrages erst beim Erreichen einer bestimmten Höhe erfolgt. Auch ein Annahmeverzug durch den Kreditgeber kann ein solcher Grund sein.

Was genau ist eine Bereitstellungsprovision?

Was genau ist eine Bereitstellungsprovision?Bei der Bereitstellungsprovision handelt es sich um eine Erstattung beziehungsweise eine Entschädigung, welche die Banken berechnen, um einen möglichen finanziellen Schaden, welcher aufgrund nicht in Anspruch genommener Kreditsummen, welche die Bank bereitgestellt hat, entstehen kann. In der Regel ist es so, dass die Banken und Bausparkassen bereits ab dem Tag, an dem sie einen Kredit zusagen, refinanzieren müssen. Darüber hinaus werden dem Anleger ab diesem Tag Zinsen gezahlt. Zinsen, die im Falle einer Nichtinanspruchnahme der vollen Kreditsumme oder auch nur eines Teils der vereinbarten Kreditsumme mitunter höher ausfallen können als die Einnahmen, welche die Kreditgeber durch die Bereitstellung des Kredits erzielen.

Dadurch würde den Kreditgebern ein unter Umständen erheblicher finanzieller Schaden entstehen, da ein zugesagter Kredit in den meisten Fällen über einen längeren Zeitraum hinweg bereitgehalten werden muss. Eben dieses Risiko versuchen die Banken und Bausparkassen durch die Berechnung einer Bereitstellungsprovision zu reduzieren.

Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass Ihnen die Kreditgeber eine Bereitstellungsprovision berechnen, dann werden diese in der Regel direkt einbehalten, wodurch sich der Betrag des auszuzahlenden Kreditbetrages entsprechend reduziert. Deshalb sollte auch dies bei der Planung einer Baufinanzierung unbedingt ebenfalls berücksichtigt werden.

Der Bausparvertrag im Überblick

Ein Bausparvertrag besteht generell aus drei verschiedenen Phasen:

  1. Ansparphase
  2. Zuteilungsphase
  3. Darlehensphase

Während der Ansparphase wird vom Bausparer ein bestimmter Prozentsatz einer benötigten Kreditsumme auf das Bausparkonto eingezahlt. Mit diesen Zahlungen beginnt die Bank anschließend zu arbeiten, indem sie an andere Bausparer weitergeleitet werden, die bereits einen Darlehensanspruch haben. Dies bedeutet, dass, sobald Sie selbst den Darlehensanspruch erreicht haben, Ihre Finanzierung durch andere Bausparer getragen wird.

Wie funktioniert Bausparen?

Vielen Verbrauchern ist nicht ganz klar, was genau einen Bausparvertrag eigentlich ausmacht. Deshalb werden auch immer wieder solche Fragen gestellt wie zum Beispiel „Wie funktioniert Bausparen?“ oder „Was muss ich beim Bausparen beachten?“ Grundlegend ist das Thema Bausparen gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.Wie funktioniert Bausparen?

Im Grunde haben Bausparkassen, wie etwa die Bausparkasse Schwäbisch Hall oder die Bausparkasse Wüstenrot, die Funktion, einem Bausparer durch ein sogenanntes Umlageverfahren ein günstiges Darlehen zu ermöglichen. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Annuitätendarlehen oder auch um ein Forward Darlehen handeln. Zwar fällt die Tilgung eines Bausparvertrages für gewöhnlich deutlich höher aus als die eines gewöhnlichen Bankdarlehens. Dafür haben Sie hierbei allerdings die Möglichkeit, von besonders günstigen Zinsen zu profitieren. Deshalb ist eine Bausparfinanzierung beispielsweise vor allem in solchen Zeiten, in denen die Zinsen allgemein sehr hoch sind, eine lohnende Alternative, die sich in jedem Fall auszahlt.

Phase Hinweise
Die Ansparphase Ob nun ein Bausparvertrag der Sparkasse oder ein Bausparvertrag bei einem anderen Anbieter. Jeder Kreditgeber bietet verschiedene Tarife an, die sich allesamt in drei Punkten unterscheiden:

  1. das Ansparvolumen
  2. der Zinssatz auf das Guthaben während der Ansparphase
  3. der Zinssatz während des späteren Darlehens

Die Höhe des Ansparvolumens liegt meist bei 40 bis 60 Prozent der gewünschten Bausparsumme, wodurch sich je nach gewähltem Tarif eine monatliche Sparrate in Höhe von drei bis zehn Promille der Bausparsumme ergibt. Die Bausparsumme setzt sich dabei aus dem ersparten Eigenkapital und dem Darlehensanspruch zusammen. Die Dauer der Ansparphase liegt für gewöhnlich bei sechs bis zehn Jahren.

Die Zuteilungsphase Damit es zu einer Zuteilung des gewünschten Darlehens kommen kann, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  1. es muss ein angemessenes Guthaben angespart worden sein
  2. die Bewertungsziffer muss erreicht worden sein

Die Bewertungsziffer wird anhand einer Formel berechnet, die je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen kann und in der Regel die Bausparsumme, die Höhe der Sparrate und die Ansparphase berücksichtigt.

Die Finanzierungsphase Ist die Zuteilung des Darlehens erst einmal erfolgt, beginnt anschließend die Finanzierungsphase. In der Regel liegt die monatliche Belastung hierbei bei etwa sechs Promille des Bauspardarlehens, die Laufzeit wird meist zwischen 9 und 15 Jahren vereinbart.

Bausparvertrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall

Ein Bausparvertrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall bietet Ihnen zahlreiche Vorteile, wie etwa beste Darlehenszinsen, eine Zinsgarantie und eine hohe Planungssicherheit. Mit der Schwäbisch Hall an Ihrer Seite wird der Wunsch eines Eigenheims ganz einfach möglich, da die Zinsen bereits bei der Vertragsunterzeichnung fest vereinbart werden.

Bausparkasse Hinweise
Bausparkasse Wüstenrot Das Unternehmen Wüstenrot wurde im Jahr 1921 gegründet und ist damit die älteste Bausparkasse in Deutschland. Die heutige Unternehmensgruppe hat sich dem Vorsorgebereich verschrieben und vergibt etwa verschiedene Versicherungspolicen zur Verwirklichung von Wohneigentum, zum Risikoschutz oder zur Vermögensbildung.
Bausparvertrag der Sparkasse Auch ein LBS Bausparvertrag von der Sparkassenversicherung bietet gleich mehrere Vorteile. So hilft das Unternehmen beispielsweise bei der Vermögensbildung, vergibt zinsgünstige Darlehen und darüber hinaus können Sie auch noch von einer staatlichen Förderung profitieren. Ein LBS Bausparvertrag wird generell über eine bestimmte Summe abgeschlossen. Auch die zu zahlenden Raten während der Ansparphase werden bereits zu Beginn fest vereinbart.

Ist die Bereitstellungsprovision immer rechtmäßig?

Viele Banken berechnen ihren Kunden bei der Erteilung eines Kredits verschiedenste Bearbeitungsgebühren, darunter unter anderem auch die Bereitstellungsprovision. Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist jedoch die Berechnung einer Bereitstellungsprovision unzulässig, wenn es sich bei dem gewährten Kredit um einen Verbraucherkredit handelt. Zwar seien diese in der Regel stets in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest verankert, weshalb Verbraucher davon ausgehen können sollten, dass die Berechnung einer Bereitstellungsprovision keinesfalls rechtswidrig sein kann.

Allerdings, so der Bundesgerichtshof, sei diese Klausel in vielen Fällen unwirksam. Dies bedeutet für viele Verbraucher, dass sie die bereits gezahlte Bereitstellungsprovision für den Kredit zurückfordern können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um eine Bereitstellungsprovision für einen Kontokorrentkredit handelt oder für eine andere Kreditform. Sogar eine Kfw Bereitstellungsprovision sollte daher in jedem Fall geprüft werden. Im Internet findet sich so mancher Musterbrief, der für eine Rückforderung zu Unrecht berechneter Gebühren verwendet werden kann.

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