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Wohnungsbauprämie – die staatliche Belohnung für Bausparer

Die Wohnungsbauprämie – kurz: WoP – ist eine staatliche Zulage, die bereits im Jahr 1952 in Deutschland eingeführt wurde. Zusammen mit der Eigenheimzulage, die allerdings im Jahr 2006 eingestellt wurde, bildete sie die Hauptsäulen der staatlichen Wohnbauförderung in Deutschland.

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Wohnungsbauprämie – die staatliche Belohnung für Bausparer
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Anspruch auf die Wohnungsbauprämie haben in Deutschland sämtliche Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und unbeschränkt steuerpflichtig sind. Voraussetzung zur Inanspruchnahme ist jedoch, dass die Aufwendungen, welche durch die Person getätigt werden, prämienbegünstigt sind und dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

Die Höhe der Wohnungsbauprämie

Ledige: Die jährlich maximal geförderte Sparleistung beträgt für Ledige 512 Euro, die maximale Prämie beträgt somit 45,06 Euro, was 8,8 % entspricht. Für die Auszahlung der Wohnungsbauprämie ist die Einkommensgrenze von 25.600 Euro zu beachten.

Verheiratete: Für Ehepaare und eheähnliche Lebensgemeinschaften beträgt die jährlich maximal geförderte Sparleistung 1.024 Euro, die maximale Prämie verdoppelt sich somit auf 90,11 Euro, was ebenfalls 8,8 % entspricht. Für die Auszahlung der Wohnungsbauprämie ist die Einkommensgrenze von 51.200 Euro zu beachten.

Welche Aufwendungen sind im Sinne der WoP prämienbegünstigt?

Durch die Wohnungsbauprämie begünstigt sind sämtliche Beiträge, die im Rahmen von Bausparverträgen an Bausparkassen gezahlt werden, mit Ausnahme von vermögenswirksamen Leistungen.

Weiterhin steht die Wohnungsbauprämie für folgende Aufwendungen zur Verfügung:

  • Kosten, die für den Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften aufgewendet werden.
  • Kosten, die für Sparverträge aufgewendet werden – vorausgesetzt, die Prämien werden zum Bau bzw. Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum oder eigentumsähnlichen Wohnrechten verwendet.
  • Kosten für Sparverträge, die mit Wohnungs- und Siedlungsunternehmen geschlossen werden und zur Ansammlung von Kapital dienen. Auch diese Prämien müssen zum Bau bzw. Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum oder eigentumsähnlichen Wohnrechten aufgewendet werden.

Wofür kann die Wohnungsbauprämie verwendet werden?

HauskaufvertragWie bereits angedeutet, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die staatliche Wohnungsbauprämie ausschließlich für Aufwendungen verwendet werden darf, die mit dem Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie oder Eigentumswohnung in Verbindung stehen. Seit 2009 haben sich die Regeln für die Verwendung der Prämie zudem verschärft. So ist beispielsweise vorgeschrieben, dass die Wohnungsbauprämie unmittelbar nach der Auszahlung eines Bausparvertrages oder bei einer Beleihung der Ansprüche für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden muss. Falls der Bausparvertrag bzw. die Beleihung abgetreten wird, so muss der Erwerber die gleichen Bedingungen erfüllen.

Es gibt allerdings einige Ausnahmefälle, bei denen die Wohnungsbauprämie auch für nicht wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden darf. So z. B. wenn der Vertragsnehmer bei Abschluss das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, oder wenn der Vertragsnehmer bzw. sein Ehegatte nach Vertragsabschluss gestorben bzw. erwerbsunfähig geworden ist. Auch bei einer Arbeitslosigkeit des Vertragsnehmers kann die Wohnungsbauprämie vorzeitig zu nicht wohnwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden, sofern die Erwerbslosigkeit mindestens ein Jahr lang ununterbrochen bis zur Verwendung besteht.

Fazit

Sparen mit dem richtigen KreditDie Wohnungsbauprämie richtet sich vor allem an Bausparer in niedrigen oder mittleren Einkommensklassen. Sie ist zwar vergleichsweise gering bemessen, ihre Inanspruchnahme ist jedoch schnell und unkompliziert durchführbar, sofern der Antragsteller alle Bedingungen dafür erfüllt. Seit 2009 kommt die Wohnungsbauprämie aufgrund der geänderten Bestimmungen jedoch nur noch für Menschen infrage, die das Geld auch wirklich zum Zweck des Erwerbs oder Neubaus von Wohneigentum nutzen möchten.

Mit unserem Bausparvertrag-Vergleich können Sie gute Anbieter von Bausparplänen finden. Auch die LBS sollten Sie in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Bildnachweis: Haus: © Alexander Raths – Fotolia.com; Sparschwein: © Jakub Krechowicz – Fotolia.com

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