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Zehn Ratschläge für eine gelungene Baufinanzierung – Eine Checkliste

Bildnachweis: © coramax - Fotolia.com

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Bei den aktuell vorherrschenden günstigen Zinsen für die eigene Baufinanzierung fassen viele Sparer und Anleger den Entschluss, in die eigenen vier Wände zu investieren, also ein Eigenheim zu errichten, oder mit einem solchen Immobilienprojekt für zukünftige finanzielle Sicherheit zu sorgen. Natürlich eröffnen sich bei der Finanzierung eines Bauprojekts viele Problemfelder, die, wenn sie nicht bekannt sind oder nicht ausreichend bedacht und berücksichtigt werden, mehr Geld beim Bauen verschlingen als ursprünglich veranschlagt. Die zehn Hinweise aus der folgenden Checkliste helfen weiter, den Traum vom Eigenheim zu den bestmöglichen Konditionen zu realisieren und Problemfelder zu erkennen und zu umgehen.

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Zehn Ratschläge für eine gelungene Baufinanzierung – Eine Checkliste
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Schritt 1: Angebote einholen

Nur wer sich von unterschiedlichen Stellen Angebote über die Baufinanzierung machen lässt, erhält letzten Endes einen Überblick über die verschiedenartigen Möglichkeiten und die besonderen Tarife der jeweiligen Institute für Finanzierungen. Wer sich schließlich für ein besonders günstiges Angebot evtl. über einen Bauzinsrechner entschieden hat, kann dieses der langjährigen Hausbank vorlegen und auf einen angepassten Rahmen bei der Bank des Vertrauens hoffen.

Schritt 2: Beim Zins genau hinschauen

Beim Vergleichen der jeweiligen Zinssätze in den eingeholten Angeboten der Finanzinstitute sollte immer auf einen Vergleich der Effektivzinsen geachtet werden. Im Unterschied zum Sollzins enthält der Effektivzins nämlich auch sämtliche Gebühren, die von Seiten des Baufinanzierers hinzukommen (Vermittlung, Bearbeitung etc.).

Schritt 3: Eigenen Darlehensanspruch schützen

In den letzten Jahren gehörte es zum Schicksal vieler Baufinanzierungsnehmer, dass durch eine kleine Unachtsamkeit mit einem Mal nicht mehr das vertraute Kreditinstitut, bzw. die Hausbank, der Geldgeber für das Bauprojekt war, sondern dubiose Hedgefonds. Um so etwas zu vermeiden, sollten Kreditnehmer darauf achten, dass der eigene Darlehensanspruch geschützt wird und nicht ohne Zustimmung weiterverkauft werden darf.

Schritt 4: Weniger vom Beleihungswert als Darlehen nehmen

Bei der Baufinanzierung wird von der Bank bzw. dem Baufinanzierer der sogenannte Beleihungswert festgelegt. Üblicherweise werden in der Folge 80 % dieses Beleihungswerts als Kreditsumme zur Verfügung gestellt. Besser fährt hier, wer auf einen kleineren Kreditrahmen (z.B. 60%) zurückgreift und dabei von günstigeren Zinsen profitiert.

Schritt 5: Langfristig Zinsen sichern

In Zeiten, in denen die Zinsen so tief sind wie gerade, sollten alle Häuslebauer davon profitieren und sich diesen Zustand für das eigene Projekt so lange wie möglich konservieren. Das funktioniert über eine langfristige Zinsbindung, die in der individuellen Laufzeit der Baufinanzierung vereinbart wird. 15 Jahre oder längere Zeiträume sind bei den aktuellen Sätzen (Oktober 2013) empfehlenswert.

Schritt 6: Am Anfang Gas geben

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es insgesamt zu einem weitaus günstigeren Kredit kommt, wenn Finanzierungsnehmer auf eine anfänglich hohe Kredittilgung von mindestens 2 % vertrauen. Wer so am Anfang seines Kredits Gas gibt, ist schneller von den finanziellen Belastungen durch den Kredit befreit und kann bei den Zinsen viel Geld einsparen.

Schritt 7: Direkte Abzahlung möglich machen

Auch wenn es sich bei günstigen Zinsen empfiehlt, diese durch lange Laufzeiten zu konservieren, geht damit auch ein Nachteil einher, denn die Regel besagt, dass eine lange Laufzeit auch einen insgesamt teureren Kredit bedeutet. Natürlich kann es sich nicht jeder erlauben, seine monatlichen Ausgaben derart zu belasten, wie es eine kürzere Laufzeit mit sich bringen würde, weshalb lange Laufzeiten trotz insgesamt höherer Kosten weiterhin beliebt bleiben. Unter Umständen kann es aber dazu kommen, dass der Kreditnehmer durch einen besonderen Umstand (Erbschaft, Gewinn etc.) die Möglichkeit erhält, die noch offene Tilgungssumme mit einem Mal abzuzahlen und somit günstiger aus der Baufinanzierung heraus zu kommen. Diese Option der Sondertilgung sollte bei einer Finanzierung immer offengehalten werden, auch wenn es bei Kreditaufnahme noch nicht danach aussieht, als könnte sie akut werden.

Schritt 8: An die Zukunft denken

An die Zukunft zu denken heißt in diesem Fall, dass auch die Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung bereits bei Zeiten bedacht werden sollte. Damit sollte nicht bis zum Schluss gewartet werden, sondern mindestens drei Monate vor Ablauf der Sollzinsbindung ein Gespräch mit dem Finanzierungsinstitut stattfinden.

Schritt 9: Aktuellen Zinssatz beibehalten

Durch die Möglichkeit eines Forward Darlehens erhalten Kreditnehmer bei ablaufender Zinsbindung die Möglichkeit, den aktuell niedrigen Zinssatz mit in den nächsten Kredit, die Anschlussfinanzierung, zu nehmen.

Schritt 10: Verhandeln nicht vergessen

Auch wenn es beim Übergang zwischen der alten Baufinanzierung und der Anschlussfinanzierung, also bei der Verlängerung des aufgenommenen Kredits, nicht zugehen sollte und kann wie auf einem Basar, lohnt sich Handeln auch beim Gespräch mit der Bank. Hier kann der Hinweis, dass ein neuer Kredit mit höherem Verwaltungsaufwand etc. verbunden ist, schon einmal für einen Nachlass bei den Zinsen von 0,1 oder 0,2 % sorgen.

Natürlich sind diese Zehn Schritte nicht unumstößlich, beanspruchen auch kein Recht auf Vollständigkeit und können natürlich auch in veränderter Reihenfolge abgearbeitet werden. Dennoch können sie im komplexen Gebiet der Baufinanzierung ein hilfreicher Wegweiser sein, der bei Unsicherheiten berät und vor finanziellen Wagnissen schützt.

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