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Bauszinsentwicklung Januar 2016 – Bauen wird teurer werden

In den USA ist die Zeit des billigen Geldes vorbei. Das, was die Sparer seit der erfolgreichen Vertagung im Juli befürchtet haben, ist eingetreten: Die US Notenbank Fed hat den Leitzins erhöht. Zum ersten Mal seit beinahe 10 Jahren wird der Leitzins um 0,25 – 0,5 Prozent steigen. Kein fundamentaler Schritt, aber eben doch eine Entscheidung, die Folgen auf der ganzen Welt haben wird. Die USA sind wirtschaftlich eben wieder stärker. Anlass genug für Janet Yellen, die Fed-Chefin, den Leitzins nun endlich doch anzuheben. Dieser Schritt untermauert die starke amerikanische Wirtschaft und zeigt deutlich, dass dort die Kurve nach oben zeigt, wohingegen China schwächelt. Denn das amerikanische Wirtschaftswachtun führt zwangsläufig zu höheren Unternehmensgewinnen.

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Sieben Jahre nach dem Lehmann-Brothers-Desaster liegt die Arbeitslosigkeit in den USA nur bei repräsentativen 5 Prozent. Die Nullzinspolitik der Fed hat den USA neue Investitionen und neue Arbeitsplätze beschert. Fed-Präsidentin Janet Yellen erklärt die Finanz- und Bankenkrise mit der Anhebung des Leitzinses klar und unmissverständlich für beendet und wirft den Europäern den Ball zu. Die stehen jetzt im Zugzwang.

Was die Leitzinserhöhung für die Eurozone bedeutet

In Europa dürfen sich exportierende Unternehmen zwar auf einen tendenziell schwächeren Euro im Vergleich zum Dollar freuen, dennoch kommt die Eurozone nicht so richtig aus der Krise. Daher lässt sich die EZB bei einer Erhöhung auch noch Zeit. Viele Länder haben eine Arbeitslosigkeit von 20 Prozent, vielerorts wächst die Wirtschaft im Schneckentempo. Für den deutschen Markt bedeutet die Zinserhöhung zunächst nur ein Signal. Allenfalls könnten kurzfristig die Benzinpreise steigen. Denn im Grunde wird beim näherem Hinsehen deutlich, wie minimal die Leitzinserhöhung de facto ausgefallen ist. Vor der Erhöhung lag er bei 0,12 Prozent. Keine Revolution und doch ein deutliches Signal. Mehr aber nicht. Außerdem gilt zu beachten, dass der europäische Leitzins dem amerikanischen traditionell hinterherhinkt. Langfristig können jedoch steigende Zinsen die Kredite verteuern, denn auch die Eurozone entsteigt irgendwann der Krisenpolitik. Damit wird auch Baugeld wieder teurer werden.

Sparer sollten die Zins-Entwicklung im Blick haben

Fest steht: Erhöht die EZB langfristig auch den Leitzins, dann werden in der Eurozone Kredite wieder teurer werden. Alles hängt von der Reaktion der Europäischen Zentralbank ab. Für Bauherren heißt dies, dass sie sich um langfristige Darlehen mit Zinsbindung bemühen sollten. Allerdings sollte Panik vermieden werden. Der Leitzins ist kurzfristig, die Darlehen für den Bau sowieso meist langfristig gebunden. Hebt die EZB die Leitzinsen ebenfalls an, was frühestens 2017 eintreten dürfte, könnten auch die Bauzinsen zulegen. Bauen wird teurer werden, soviel steht langfristig fest. Wie sehr, das steht noch in den Sternen. Momentan blickt alles gespannt auf die EZB und ihre Reaktion auf den leichten Vorwärtsgang der Amerikaner.

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